
Auf dem "Immobilien-Symposium" der Berliner Morgenpost im Hotel Ritz Carlton, wo sich in der vergangenen Woche die Immobilienprofis trafen, ging es um die Entwicklung des Immobilienmarktes allgemein, aber auch um das sogenannte Seniorenwohnen im Speziellen.
So untersuchte man z.B. die Entwicklungsperspektiven Berlins bis 2020 oder 2030. Von heute 3,4 Millionen Einwohnern wird sich die Stadt auf 3,3 bis 3,6 Millionen bis 2030 verändern. Selbst wenn der leichte Rückgang herauskommen sollte, wovon die Mehrheit der Experten nicht ausgeht, werden mehr Wohnungen gebraucht, weil die Zahl der Haushalte steigen wird. Und das hängt vor allem mit der geringeren Zahl an Familien und der um gut 80 Prozent steigenden Zahl der Senioren-Haushalte zusammen, wie Reiner Braun, Vorstand der Empirica AG, von seinen Forschungen berichtete. Und diese Älteren sind anders, als dies viele von ihnen erwarten: Mehr als die Hälfte der Senioren will die eigene Wohnsituation noch einmal verbessern - wobei dreimal so viele nicht an eine aufwendige Renovierung denken, sondern an einen Umzug. Am liebsten aber wollen sie wegen ihrer sozialen Kontakte in ihrem Kiez bleiben. Was Ältere auch nicht wollen: ins Heim ziehen. Nicht mal Wohnungen mit viel Service streben sie an, sondern lieber eine neue Wohnung, die gut genug ist - und das heißt oft: altengerecht, barrierefrei. Dieses Signal haben viele Mietwohnungsanbieter verstanden und reagieren bereits.
Quelle: Berliner Morgenpost, 20.02.2009